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Warum wird alles teurer?

100 euro bills vanish into thin air
Fast täglich gibt man Geld für irgendetwas aus. Und die meisten Menschen haben dabei das Gefühl, dass alles immer teurer wird.
Stimmt eh. Man nennt das Inflation.
Warum krieg ich immer weniger ums selbe Geld?
Nachfrage und Angebot bestimmen, was etwas kostet. Wenn mehr Geld in Umlauf kommt, beispielsweise durch billige Kreditzinsen, steigt die Nachfrage nach Produkten, weil die Menschen mehr Geld haben, sie zu kaufen. Wird das Angebot an Produkten und Dienstleistungen aber nicht gleich schnell größer, gibt es zwar mehr Geld, aber man kann nicht mehr darum kaufen. Die Preise verteuern sich. Wird alles teurer, bekommt man weniger ums selbe Geld. Jeder einzelne Euro verliert damit an Wert. Das heißt: Die Kaufkraft sinkt. Monatlich stellt die Statistik Austria einen durchschnittlichen ‚Warenkorb‘ zusammen und berechnet, um wie viel alles teurer geworden ist. Ist beispielsweise der Warenkorb um 2,8 Prozent teurer als im selben Monat des Vorjahrs, beträgt die Inflationsrate 2,8 Prozent.

Und dann gibt’s noch die „gefühlte“ Inflation

In Europa war die Inflation, also die Teuerungsrate, seit vielen Jahren bis zum Ukraine-Krieg im Februar 2022 niedrig. Europa gilt grundsätzlich als ‚preisstabil‘. Trotzdem kam vielen Menschen die Inflation ziemlich hoch vor. Ihr Gespür täuscht sie nicht: Es gibt nämlich auch die ‚gefühlte Inflation‘. Waren, die wir fast täglich brauchen, wie Lebensmittel, werden schneller teurer als beispielsweise Fernseher und Autos. Weil wir aber so selten Autos und Fernseher kaufen, beziehen wir diese Warengruppe nicht in unser Gefühl ein.

Ist Inflation immer was Schlechtes?

Eine hohe Inflation – über 5 Prozent, die wir beispielsweise seit dem Ukraine-Krieg erleben – ist gefährlich, weil das Geld dann sehr schnell an Wert verliert, wir uns weniger leisten können, und die Menschen das Vertrauen in ihre Währung verlieren. Auch Unternehmen können bei hoher Inflation kaum langfristige Investitionen planen, weil sie nur noch schwer Kredite bekommen und ihre Gewinnspannen nicht mehr zuverlässig kalkulieren können. Bei der Inflation gibt’s aber nicht nur Verlierer:innen. Schuldner:innen profitieren davon, dass ihre Schulden weniger wert werden. Und feste Sachwerte wie Immobilien gewinnen relativ gesehen an Wert. Eine leichte Inflation kann eine Wirtschaft sogar beleben: Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass ihr Geld sowieso immer weniger wert ist, wollen sie es lieber investieren oder für Konsumgüter ausgeben.

FAQ

Inflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen und man sich mit dem gleichen Geld weniger leisten kann. Das passiert zum Beispiel, wenn mehr Geld im Umlauf ist, aber das Angebot an Produkten nicht im gleichen Maß wächst. Dadurch verliert jeder Euro an Kaufkraft.
Die tatsächliche Inflation wird anhand eines durchschnittlichen Warenkorbs berechnet, den die Statistik Austria monatlich veröffentlicht. Die gefühlte Inflation hingegen beschreibt das persönliche Empfinden, dass alles teurer wird – besonders bei Dingen des täglichen Bedarfs wie Lebensmitteln, die wir regelmäßig kaufen und deren Preissteigerungen wir stärker wahrnehmen.
Nicht unbedingt. Eine leichte Inflation kann sogar positiv für die Wirtschaft sein, weil sie den Konsum anregt. Problematisch wird es bei hoher Inflation, wenn das Geld schnell an Wert verliert, die Kaufkraft sinkt und Unternehmen sowie Haushalte ihre Ausgaben nicht mehr gut planen können. In solchen Fällen leidet auch das Vertrauen in die Währung.
Menschen mit Schulden können von Inflation profitieren, weil ihre Schulden im Verhältnis zum Geldwert sinken. Auch Sachwerte wie Immobilien gewinnen bei Inflation oft an Wert. Für Sparer:innen hingegen ist Inflation nachteilig, weil das Ersparte an Kaufkraft verliert.

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