Warum wird alles teurer?

Fast täglich gibt man Geld für irgendetwas aus. Und die meisten Menschen haben dabei das Gefühl, dass alles immer teurer wird.
Stimmt eh. Man nennt das Inflation

Und dann gibt's noch die "gefühlte" Inflation

In Europa ist die Inflation, also die Teuerungsrate, seit vielen Jahren bis zum Ukraine-Krieg im Februar 2022 niedrig. Europa gilt grundsätzlich als „preisstabil“. Trotzdem kommt vielen Menschen die Inflation ziemlich hoch vor. Ihr Gespür täuscht sie nicht: Es gibt nämlich auch die „gefühlte Inflation“. 

Waren, die wir fast täglich brauchen, wie Lebensmittel, werden schneller teurer als beispielsweise Fernseher und Autos. Weil wir aber so selten Autos und Fernseher kaufen, beziehen wir diese Warengruppe nicht in unser Gefühl ein. 

 

Ist Inflation immer was Schlechtes?

Eine hohe Inflation - über 5 Prozent, die wir beispielsweise seit dem Ukraine-Krieg erleben - ist gefährlich, weil das Geld dann sehr schnell an Wert verliert, wir uns weniger leisten können, und die Menschen das Vertrauen in ihre Währung verlieren. Auch Unternehmen können bei hoher Inflation kaum langfristige Investitionen planen, weil sie nur noch schwer Kredite bekommen und ihre Gewinnspannen nicht mehr zuverlässig kalkulieren können.

Bei der Inflation gibt’s aber nicht nur Verlierer:innen. Schuldner:innen profitieren davon, dass ihre Schulden weniger wert werden. Und feste Sachwerte wie Immobilien gewinnen relativ gesehen an Wert. 

 

Eine leichte Inflation kann eine Wirtschaft sogar beleben: Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass ihr Geld sowieso immer weniger wert ist, wollen sie es lieber investieren oder für Konsumgüter ausgeben. 

Dir hat der Artikel gefallen?

Finde heraus, was das FLiP ist!


Der Erste Financial Life Park ist ein innovativer Vermittlungsort, an dem der verantwortungsvolle Umgang mit Geld und die finanzielle Eigenverantwortung von Kindern und Jugendlichen gefördert werden.

Für Kinder ab 10 Jahren bieten wir zweistündige kostenlose Touren an.