Wer macht die Preise?

Warum kosten die Dinge so viel, wie sie eben kosten? Vieles wird teurer, einiges kann aber auch billiger werden. Woran liegt's?

Wie viel kostet eine Kugel Eis?

Schauen wir uns ein Beispiel an: Alle essen gerne Eis. Dafür sind wir sogar bereit, etwas zu zahlen. Aber wie viel? 

Wie viel bist du bereit zu zahlen?
Die meisten Menschen wollen für eine Kugel Eis nicht mehr als 1,60 Euro zahlen. Manche Menschen zahlen für eine besonders gute Kugel Eis aber gerne auch einmal über 2 Euro. Mehr als 10 Euro wird wohl kaum jemand zahlen.

Für wie viel ist die Verkäuferin oder der Verkäufer bereit zu verkaufen?
Eisverkäufer:innen, die Eis anbieten, möchten natürlich etwas einnehmen. Sie haben bereits Geld ausgegeben: für einen Eiswagen, eine Eismaschine, Zutaten, Eiswaffeln usw. Außerdem müssen sie von dem Geschäft leben können.

In den Preis der Kugel Eis müssen sie anteilig alle Kosten und ihren Gewinn einrechnen. Klar wären sie froh, wenn sie für eine Kugel Eis 10 Euro verlangen könnten. Dann werden sie allerdings keine Kund:innen finden. Daher sind sie meistens bereit, ihr Eis für nur 1,60 Euro pro Kugel zu verkaufen, wenn das ihre Kosten deckt.  

Wenn die Menschen mehr Eis kaufen wollen (Nachfrage), als auf dem Markt verkauft wird (Angebot), steigt der Preis solange, bis es genügend Käufer:innen zu teuer wird. Gibt es dagegen mehr Eis (Angebot), als die Menschen essen wollen (Nachfrage), muss der Preis solange sinken, bis sich  genügend Leute dafür interessieren, ein Eis zu kaufen. Je weniger Eisgeschäfte es in einem Ort gibt, desto höher kann der Preis sein.

Du hast es sicher schon erlebt: Im Strandbad kostet ein Eis meist wesentlich mehr als im Supermarkt. Weil so viele Leute beim Baden Lust auf ein Eis kriegen, es aber meist nur einen einzigen Kiosk gibt, können die Verkäufer:innen mehr verlangen - und bekommen es auch.

 

Was fürs Eis gilt, stimmt für alle anderen Produkte und Dienstleistungen ebenso. Preise steigen deshalb auch, weil die Ware immer knapper wird. Das gilt für die unterschiedlichsten Branchen: falls es im Mai in der Wachau Frostnächte gibt, kann die Marillenernte klein ausfallen und wenn es weniger Marillen zu kaufen gibt, werden diese teurer.

Mehr zur Entstehung der Preise auf sparefroh.at

Dir hat der Artikel gefallen?

Finde heraus, was das FLiP ist!


Der Erste Financial Life Park ist ein innovativer Vermittlungsort, an dem der verantwortungsvolle Umgang mit Geld und die finanzielle Eigenverantwortung von Kindern und Jugendlichen gefördert werden.

Für Kinder ab 10 Jahren bieten wir zweistündige kostenlose Touren an.