LEXIKON

Unser Lexikon erklärt Begrifflichkeiten aus der Finanzwelt auf verständliche Art und Weise

Unser Lexikon steht für Kundenbetreuer*innen nun auch zum Download zur Verfügung.

Abschöpfungsauftrag

Ein Abschöpfungsauftrag ist eine Sonderform des Dauerauftrags.
Dabei wird die kontoführende Bank beauftragt, regelmäßig einen bestimmten Restbetrag vom Girokonto auf ein anderes Konto – meist ein Sparbuch – zu überweisen. So kann man beispielsweise die Bank beauftragen, am Monatsletzten nur 50 Euro am Girokonto zu lassen und alles, was darüber hinaus geht, auf das Sparbuch zu überweisen. Hätte man am Monatsletzten 137 Euro auf dem Girokonto, würde der / die "Abschöpfer*in" 87 Euro aufs Sparbuch legen. 
 

Abtretung

Bei einer Abtretung (einer Forderung) überträgt ein Gläubiger sein Recht, insbesondere eine Forderung, an einen Dritten. Das nennt man in der Fachsprache auch Zession.


Aktie

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Wer also eine Aktie besitzt, dem gehört als Gesellschafter ein Bruchteil einer Aktiengesellschaft, woraus sich bestimmte Vermögens- und Mitspracherechte ergeben. Der Aktienkurs gibt an, wie teuer eine Aktie gehandelt wird.


Anleihe

Eine Anleihe ist eine Schuldverschreibung. Es gibt Unternehmensanleihen und Staatsanleihen. In beiden Fällen geht es darum, dass sich die Institutionen große Summen Geld ausleihen wollen. Die Investoren bekommen für die verliehenen Beträge Anleihen, die verbriefen, wie viel Geld sie verliehen haben, und wie hoch die Zinsen dafür sind.


Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist eine Gruppe von Personen, die vor allem in Aktiengesellschaften (AG), aber auch in Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) als Kontrollgremium eingesetzt wird. Zu den Aufgaben gehört, die Geschäftsführung zu bestellen, abzuberufen und zu überwachen.  Je nach Unternehmensgröße hat ein Aufsichtsrat drei bis 21 Mitglieder.

Bankgeheimnis

Kreditinstitute müssen Informationen über die Finanzen ihrer Kund*innen für sich behalten. Nur in Ausnahmefällen dürfen Banken Auskunft geben, beispielsweise im Todesfall der Kund*innen oder in einem Strafverfahren – und natürlich, wenn die Kund*innen ausdrücklich zustimmen. Ansonsten darf die Bank nur allgemein gehaltene bankübliche Auskünfte geben.
 

Bankomat

Bankomaten sind Geldausgabeautomaten. Wer eine Bankomatkarte hat, kann über diese Automaten rund um die Uhr Bargeld vom Konto abheben. Wie viel Geld man in einem bestimmten Zeitraum – pro Tag oder Woche – abheben kann, ist Vereinbarungssache.
 

Bankomatkarte

Mit einer Bankomatkarte – und dem zugehörigen Geheimcode – kann man an Bankomaten Geld abheben. Außerdem kann man bei Bankomatkassen, beispielsweise im Supermarkt und an der Tankstelle, bargeldlos bezahlen. Um eine Bankomatkarte zu bekommen, braucht man ein Konto, von dem die Beträge abgebucht werden können.
 

Bausparen

Bausparen ist eine Sparform, die von Bausparkassen angeboten wird. Während der Laufzeit, die mindestens sechs Jahre lang dauert, zahlt man regelmäßig Beträge ein. Dafür bekommt man bis zur festgelegten Höchstgrenze zusätzlich zu den Zinsen eine staatliche Prämie. Nach Ende der Laufzeit kann man ein zinsgünstiges Darlehen bekommen.


BIC

BIC steht für Business Identifier Code und ist ein acht- beziehungsweise elfstelliger Code. Weltweit gültig sind Banken und Unternehmen durch diesen Code eindeutig identifizierbar. Der BIC hat die frühere Bankleitzahl ersetzt. Weil der BIC auch im IBAN enthalten ist, muss man den BIC seit Februar 2016 bei EU-Überweisungen nicht mehr angeben.


BIP

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die Messzahl für die  wirtschaftliche Leistung eines Landes. Dabei wird der Marktwert aller Güter und Dienstleistungen in einem Land, die die Einwohner innerhalb eines Jahres erwirtschaften, ermittelt. Das BIP gilt als Messgröße für das Wirtschaftswachstum: Ist das BIP gestiegen, ist die Wirtschaft gewachsen.


Bonität

Bonität lässt sich mit dem Wort „Kreditwürdigkeit“ übersetzen. Bonität ist also die Einschätzung, ob jemand aufgenommene Schulden auch wieder zurückzahlen kann.  Dieser „Jemand“ kann eine Person oder ein Unternehmen, eine Organisation oder auch ein Staat sein. Wer eine schlechte Bonität hat, bekommt keinen Kredit.
 

Bürge- und Zahler-Haftung

Die "Bürge- und Zahler-Haftung" ist die strengste und häufigste Form einer Bürgschaft. Wer sich als "Bürg*in und Zahler*in" verpflichtet, haftet im selben Ausmaß für einen Kredit wie Kreditnehmer*innen. Wird die Schuld fällig, kann die Bank sofort an die Bürg*innen herantreten und die Zahlung verlangen. Wichtig: Eine Bürgschaft schränkt die Kreditwürdigkeit der Bürg*innen ein.


Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft übernimmt der Bürge die Haftung für einen Kredit, den jemand anderer aufnimmt. Das bedeutet, dass der Bürge den Kredit zurückzahlen muss, falls der Kreditnehmer nicht zahlen kann. Die Bürgschaft ist ein rechtlicher Vertrag, an den der Bürge gebunden ist, bis der gesamte Kredit zurückgezahlt ist.


Business Angel

Ein „Business Angel“ ist eine Person, die Geld, aber auch Wissen und Kontakte in ein junges, wachsendes Unternehmen investiert. Man könnte einen „Business Angel“ auch als Mentor bezeichnen. Als Gegenleistung für ihre Unterstützung erwarten „Business Angels“ meist auch, am Unternehmenserfolg beteiligt zu werden.


Businessplan

Ein „Business Plan“ ist ein Konzept, in dem ein Unternehmen beschreibt und vorrechnet, wie es eine Geschäftsidee umsetzen will. Er enthält Informationen über die geplanten Produkte oder Dienstleistungen, über die Markt-Chancen und den Mitbewerb, das Management und die Mitarbeiter, sowie über die erwarteten Ausgaben und Einnahmen.

Crowdfunding

Beim Crowdfunding finanzieren viele Menschen gemeinsam ein Projekt, indem sie es mit kleinen Geldbeträgen unterstützen. Meistens bekommen sie dafür eine Gegenleistung. Beispielsweise sind sie die Ersten, die ein neues, auf diese Art finanziertes Produkt bekommen oder sie erhalten eine finanzielle Gegenleistung.

Dachfonds

Als Dachfonds werden Investmentfonds bezeichnet, die in mehrere andere Investmentfonds investieren und dadurch einen besonders hohen Grad an Risikostreuung (Diversifikation) erreichen.


Darlehen

Ein Darlehen ist ein Geldbetrag, der jemandem für eine bestimmte Zeit zur Nutzung überlassen wird. Am Ende der Vertragslaufzeit muss der Betrag zurückgegeben werden. Während der Vertragslaufzeit werden in der Regel Zinsen fällig.
 

Dauerauftrag

Ein Dauerauftrag ist der Auftrag eines Kontoinhabers an seine Bank, in regelmäßigen Zeitabständen den immer gleichen Betrag an den immer gleichen Empfänger zu überweisen. Das kann beispielsweise der monatliche Mitgliedsbeitrag bei einem Verein sein.
 

Debit-Card

Eine Debit-Card oder Debitkarte ist eine Bankkarte aus Plastik, die zum bargeldlosen Bezahlen eingesetzt wird und direkt an ein Bankkonto gebunden ist. So ist beispielsweise auch eine Bankkarte mit Bankomatfunktion eine Debitkarte. Wird mit der Debitkarte Geld abgehoben oder bezahlt, wird der Betrag sofort vom Konto abgebucht.


Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist der Teil der Umsatzerlöse, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht, welche unabhängig von der verkauften Menge entstehen. Rechnerisch ergibt sich der Deckungsbeitrag aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den variablen Kosten eines Guts, also jenen Kosten, die je verkauftem Stück entstehen.


Deckungsstock

Der Deckungsstock ist das Sondervermögen einer Versicherung, einer Bank oder einer anderen Institution, die veranlagte Kundengelder verwaltet. Heute wird der Deckungsstock auch oft Sicherungsvermögen genannt, denn diese Gelder sind dazu bestimmt, die Einlagen der Kund*innen abzusichern.


Deflation

„Deflation“ bedeutet, dass der Wert des Geldes steigt. Man kann also ums gleiche Geld mehr kaufen. Oder anders betrachtet: In einer Deflation sinkt der Wert von Produkten. Das liegt daran, dass das Angebot größer ist als die Nachfrage. Die Preise verfallen, weil es mehr zu kaufen gibt, als gekauft wird. Klingt gut, kann aber gefährlich sein.


Devisen

Devisen sind Geldforderungen in einer ausländischen Währung. Geldforderungen sind beispielsweise Bankguthaben und Wechsel, nicht aber Bargeld. Bargeld in ausländischen Währungen nennt man Valuten.

Devisenkurs (Briefkurs)

Der Devisenkurs gibt den Preis einer Währung in einer anderen Währung an. Dabei unterscheidet man zwischen Geldkurs und Briefkurs. Der Briefkurs gilt, wenn man eine Fremdwährung kaufen will und Euro dafür bezahlt. Der Geldkurs bestimmt, wie viele Euro man bekommt, wenn man eine Summe in einer ausländischen Währung verkauft. Der Geldkurs ist meist niedriger als der Briefkurs.


Dividende

Eine Dividende ist eine Gewinnausschüttung auf Aktien, die der/die Aktionär*in erhält. Die Dividende wird entweder als Betrag pro Aktie oder in Prozenten des Nominalwertes der Aktie angegeben.

Effektiver Jahreszinssatz

Die Effektivverzinsung für ein Jahr berücksichtigt im Gegensatz zum Nominalzinssatz die Gesamtkosten und inkludiert zum Beispiel bei Krediten und Darlehen auch Gebühren, Provisionen und Spesen.


Eigenkapital

Eigenkapital ist das Vermögen, das die Eigentümer*innen selbst in ein Unternehmen einbringen, und steht im Gegensatz zum Fremdkapital wie beispielsweise Krediten. Zum Eigenkapital zählen auch Gewinne, die das Unternehmen gemacht hat, aber darin belassen, also nicht entnommen, hat.


Eigentum

Das Wort Eigentum bezeichnet den Umstand, dass einem etwas gehört, man also ein*e Eigentümer*in ist. Hat man beispielsweise ein Haus im Eigentum, gehört einem dieses Haus mit allen Rechten und Pflichten: Man muss das Haus instand halten, kann es aber auch vermieten.


Einlagensicherung

Die Einlagensicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme für Banken, die Sparguthaben ihrer Kund*innen zu schützen. Bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind die Einlagen gesichert. Das heißt, dass die Kund*innen ihr Geld selbst dann ausbezahlt bekommen, wenn das Geldinstitut in Konkurs geht.


Einkommenssteuer

Steuer, die auf das Einkommen arbeitender Menschen erhoben wird. Berechnungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen.


Einverleibung

Eine Einverleibung ist ein Eintrag im Grundbuch. Damit wird der Erwerb, aber auch der Verlusts eines grundbücherlichen Rechts dokumentiert. Durch die Einverleibung, also den Eintrag im Grundbuch, geht das betreffende Recht an einer Liegenschaft auf eine andere Person über.


Einziehungsauftrag

Bei einem Einziehungsauftrag erlaubt man Unternehmen wie Versicherungen, Telefongesellschaften oder der Bausparkasse, sich den Betrag, den man beispielsweise für die Handyrechnung monatlich schuldet, selbst bei seiner Hausbank zu holen.


Electronic Banking

Heute kann man Bankgeschäfte auch außerhalb von Bankfilialen und Öffnungszeiten abwickeln. Möglich ist das durch Electronic Banking. Dazu zählen Online-Banking und Telefon-Banking. Auch das Bezahlen mit der Bankomatkarte (Debit-Card) ist eine Form von Electronic Banking.


Erlebensversicherung

Bei einer Erlebensversicherung zahlt man jeden Monat eine Prämie ein. Am Ende der Vertragslaufzeit bekommt man die vereinbarte Summe plus Gewinnanteile ausbezahlt. Man kann es sich auch als monatliche Rente auszahlen lassen. Sollte man vor Laufzeitende sterben, bekommt der/die Begünstigte die angesparte Summe plus die erwirtschafteten Gewinnen.
 

Erwachsenenvertreter*in

Menschen, deren Geschäftsfähigkeit durch eine psychische oder geistige Beeinträchtigung eingeschränkt ist, bekommen nach dem Erwachsenenschutzrecht seit 2018 gerichtliche Erwachsenenvertreter*innen zur Seite gestellt. Wie weit die Vertretung geht, hängt von der Handlungsfähigkeit des Menschen ab. Ziel des Erwachsenenschutzgesetzes ist es, allen Menschen so viel Selbstbestimmung wie möglich zu lassen.  


Euribor

EURIBOR ist die Abkürzung für "Euro Interbank Offered Rate" und bezeichnet den durchschnittlichen Zinssatz, zu dem sich große europäische Banken untereinander Anleihen in Euro gewähren. Es gibt aber nicht nur einen Euribor-Zinssatz, sondern acht unterschiedliche, die für verschiedene Laufzeiten gelten.


EZB (Europäische Zentralbank)

Die EZB ist die „Europäische Zentralbank“. Als Währungsbehörde der europäischen Währungsunion (der Euro-Zone) verwaltet sie den Euro, die gemeinsame Währung. Als Zentralbank überwacht sie das Bankensystem und reguliert die Geldmenge, die im Umlauf ist. Die EZB ist die wichtigste Institution für die europäische Währungs- und Wirtschaftspolitik. Zu ihren Zielen gehört, die Preisstabilität sicherzustellen, so dass es weder eine hohe Inflation, noch eine hohe Deflation geben soll. Durch ihre Geldpolitik soll möglichst eine Rezession vermieden und die Wirtschaft stabil gehalten werden.

Familienbeihilfe

Familienbeihilfe bekommt jede Familie, die in Österreich lebt bzw. hier sozialversichert ist, für jedes Kind bis zu dessen 18. Geburtstag. Für ältere Kinder gibt es dann Familienbeihilfe, wenn sie eine Berufsausbildung machen oder studieren, allerdings nur bis zum 24. Geburtstag, in manchen Fällen auch bis zum 25. Geburtstag.
 

FED (Federal Reserve System)

„Fed“ steht für „Federal Reserve System“ und ist die Zentralbank der USA. Sie wird auch als US-Notenbank bezeichnet. Wie die EZB (Europäische Zentralbank) in Europa überwacht sie das US-amerikanische Bankensystem und beaufsichtigt die US-Währung und wirtschaftspolitische Ziele wie Preisniveaustabilität und moderate Zinsen.
 

Fixzins

Nimmt man einen Kredit auf, zahlt man Zinsen zu einem variablen oder fixen Zinssatz. Im Gegensatz zu variablen Zinsen ändert sich der Fixzins während der gesamten Kreditlaufzeit nicht. Hat man beispielsweise einen fixen Zinssatz von 3,5 % p.a. vereinbart, so zahlt man jedes Jahr 3,5 % des geschuldeten Betrags als Zinsen an den/die Kreditgeber*in. Der Vorteil eines Fixzinses ist, dass der Zinssatz auch dann gleich bleibt, wenn das allgemeine Zinsniveau steigt. Für die Bank bringt ein Fixzinssatz ein höheres Risiko, weswegen ein Fixzins-Kredit meist teurer ist als ein Kredit mit variablen Zinsen.  

Fixkosten

Fixkosten sind jene Kosten, die in jedem Fall regelmäßig anfallen. In einem Privathaushalt sind das beispielsweise die Kosten für die Miete, während die Ausgaben für Kleidung variabel. In einem Unternehmen sind das üblicherweise festgelegte Personalkosten, Abschreibungen und automatische Betriebskosten wie Licht oder Heizung.


Frauenquote

Mit einer Frauenquote wird festgelegt, dass Frauen bevorzugt eingestellt werden müssen, bis sich der Anteil an Frauen dem Anteil an Männern im Unternehmen oder der öffentliche Einrichtung angeglichen hat. Die Frauenquote ist ein Instrument zur Gleichstellung der Geschlechter.


Fremdkapital

Fremdkapital ist Kapital, das sich ein Unternehmen ausgeliehen hat, und unterscheidet sich damit von Eigenkapital, das die Vermögenswerte bezeichnet, die dem Unternehmen gehören. Fremdkapital muss nach einer vereinbarten Zeit und gemäß vereinbarter Konditionen zurückgezahlt werden.


Fremdwährung

Unter Fremdwährung versteht man die Geldeinheit (beispielsweise US-Dollar), aber auch das Währungssystem eines anderen Staates.

Gehaltskonto

Girokonten werden häufig auch als Gehaltskonten bezeichnet, wenn ein regelmäßiges Gehalt auf das Konto überwiesen wird. Prinzipiell gibt es aber keine Unterschiede zwischen einem Girokonto und einem Gehaltskonto. Unter Gehalt versteht man ein regelmäßiges Einkommen aus unselbständiger Arbeit, also einer Anstellung.
 

Geldmarkt

Der Geldmarkt ist zum einen ein Teilmarkt des Finanzmarktes, auf dem kurzfristige Gelder mit Laufzeiten bis zu einem Jahr gehandelt werden, während auf dem Kapitalmarkt mit langfristigen Finanzierungsinstrumenten gehandelt wird. Die Aufgabe des Geldmarkts ist es, die Liquidität von Banken zu sichern. Die Marktteilnehmerinnen – Geschäftsbanken und Zentralbanken – geben sich untereinander Kredite oder handeln mit Geldmarktpapieren. Zum anderen meint Geldmarkt auch das Spar- und Kreditgeschäft zwischen einer Bank und ihren Kund*innen.
 

Gemeinschaftskonto

Über ein Gemeinschaftskonto können zwei oder mehr Personen verfügen, beispielsweise Eheleute oder eine Erbengemeinschaft. Für Gemeinschaftskonten gibt es zwei 
Modelle: Das ODER-Konto, bei dem alle Berechtigten auch alleine über das Konto verfügen können, aber auch alle haften, und das UND-Konto, über das nur alle Berechtigten gemeinsam verfügen dürfen. Vor der Eröffnung eines Gemeinschaftskontos sollte man alle Vor- und Nachteile genau abwägen.

Geschäftsfähigkeit

Juristisch betrachtet ist Geschäftsfähigkeit die Fähigkeit zu eigenständigen Rechtsgeschäften, bei denen man Rechte erwirbt und Verpflichtungen eingeht. Kinder unter sieben Jahren sind geschäftsunfähig und dürfen nur kleine Geschäfte abschließen. Ältere Kinder sind beschränkt geschäftsfähig: Für alle Geschäfte, die ihnen Verpflichtungen auferlegen, brauchen sie die Zustimmung der Eltern (oder ihrer gesetzlichen Vertretung). Ab 14 Jahren gelten Minderjährige als mündig. Damit erweitert sich ihre Geschäftsfähigkeit, auch wenn sie weiterhin beschränkt bleibt. Für den Abschluss eines Lehr- oder Ausbildungsvertrags brauchen unmündige Minderjährige aber immer noch die Zustimmung ihrer Eltern. Unbeschränkt geschäftsfähig sind Österreicher*innen ab der Volljährigkeit mit 18 Jahren.
 

Geschäftsgegenstand

Unter einem Geschäftsgegenstand, auch Unternehmensgegenstand genannt, versteht man das, womit sich ein Unternehmen befasst und umfasst sowohl den Geschäftszweig als auch die Art der Tätigkeit des Unternehmens. So sind zum Beispiel „Betrieb einer Schneiderei“ und „Handel mit Papierwaren“ Geschäftsgegenstände.


Girokonto

Wenn Privatpersonen von "Konto" sprechen, meinen sie meist ein Girokonto. Heute werden die meisten Zahlungen nicht mehr in bar erledigt, sondern durch Überweisungen von einem Girokonto auf ein anderes durchgeführt. Unternehmen überweisen Gehälter auf die Girokonten ihrer Angestellten, Privatpersonen begleichen Rechnungen etwa für Miete, Handy oder Strom über ihr Konto. Weil ein Konto für die Teilhabe am modernen Leben so wichtig ist, hat in der EU jeder Mensch das Recht auf ein eigenes Konto.


Gläubiger

Ein Gläubiger ist jemand, der durch ein Schuldverhältnis berechtigt ist, an einen Schuldner finanzielle Forderungen zu stellen.
 

Globalisierung

Im Wort Globalisierung steckt der Begriff „global“, was so viel wie „weltumspannend“ bedeutet. Mit Globalisierung ist die weltweite Vernetzung, insbesondere im Wirtschaftsbereich, aber auch in Politik und Kultur, gemeint.


Goldstandard

Der Goldstandard ist ein Währungssystem, bei dem das gesamte Bargeld, das im Umlauf ist, durch Goldreserven gedeckt ist.


Grundbuch

Das Grundbuch (GB) ist ein bei den Bezirksgerichten geführtes Buch mit der Aufgabe, die Rechtsverhältnisse an Liegenschaften übersichtlich und verlässlich darzustellen, das heißt im Grundbuch steht, wem welches Haus und welche Wohnung gehört. Alle österreichischen Grundbücher sind auf EDV gespeichert und über EDV abrufbar.

Habenzinsen

Habenzinsen sind Zinsen, die man von der Bank für ein Guthaben gutgeschrieben bekommt. Das Gegenteil von Habenzinsen sind Sollzinsen.


Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung ist in der Haushaltsversicherung meist mit eingeschlossen. Was sie bringt? Wenn man beispielsweise in der Wohnung von Freund*innen unabsichtlich Schaden anrichtet, zahlt die Versicherung den Ersatz.

 

Handelsembargo

Bei einem Handelsembargo entscheidet die Regierung eines Staates, die Ein- und Ausfuhr von Waren oder Kapital aus einem bestimmten Land zu verbieten. Mit einem Handelsembargo soll politischer Druck aufgebaut werden.


Haushaltsbudget

Das Haushaltsbudget ist ein Plan, wie man mit seinen beschränkten Geldmitteln alle notwendigen und gewünschten Ausgaben bestreiten kann. Die Einnahmen, beispielsweise das Gehalt, werden im Haushaltsbudget, auch Haushaltsplan genannt, den Ausgaben gegenübergestellt.
 

Haushaltsversicherung

Wer eine Wohnung hat, braucht eine Haushaltsversicherung. Die Versicherung ersetzt beispielsweise materiellen Schaden durch einen Einbruch. Meist ist man mit der Haushaltsversicherung auch gegen größere Schäden wie Feuer und Elementarschäden versichert. Wichtig ist, dass die Versicherung zur Größe der Wohnung und zum Wert der Einrichtung passt.


Hypothek

Das Wort „Hypothek“ bedeutet so viel wie „Unterpfand“. Um einen Kredit zu bekommen, braucht man der Bank gegenüber eine Sicherheit. Diese Sicherheit kann man der Bank durch das Pfandrecht an seinem Haus, seiner Eigentumswohnung oder einem Grundstück abgeben. Die Bank kann das Objekt zwangsversteigern, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird.

IBAN

Die IBAN, kurz für „International Bank Account Number“, ist eine weltweit gültige Kontonummer, die in der EU seit 2014 bei Überweisungen Pflicht ist.


Inflation

„Inflation“ bedeutet, dass der Wert des Geldes sinkt bzw. die Preise steigen. Man bekommt also weniger ums gleiche Geld. Die Kaufkraft sinkt. Zur Bestimmung der Inflation wird jeden Monat eine Warenkorb zusammengestellt, dessen Wert ermittelt und mit früheren Werten verglichen. Ist der Warenkorb teurer geworden, gibt es eine Inflation.


Inflationsrate

Die Inflationsrate gibt in Prozent an, wie viel die Währung in einem bestimmten Zeitraum an Kaufkraft verloren hat oder anders gesagt: wie hoch die Inflation ist. Um die Inflationsrate festzustellen, ermittelt die Statistik Austria jeden Monat die Preise für einen festgelegten Warenkorb. Sinken die Preise in Summe spricht man von Deflation.


Inkassobüro

Ein Inkassobüro treibt offene Schulden ein.
 

Insolvenz

Insolvenz ist ein anderes Wort für Zahlungsunfähigkeit. Wer insolvent ist, kann Rechnung nicht mehr zahlen und keine Kreditraten mehr tilgen. Die Folge einer Insolvenz ist ein Insolvenzverfahren.


Insolvenzverfahren

Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig (insolvent) geworden und kann daher seine Rechnungen nicht mehr begleichen, muss es innerhalb von 60 Tagen einen Antrag auf Insolvenz ans zuständige Landesgericht stellen. Durch einen Eintrag in die Insolvenzdatei wird der Antrag rechtswirksam. Dabei gibt es zwei Varianten: das Konkursverfahren und das Sanierungsverfahren mit oder ohne Eigenverwaltung. Bei einem Konkurs werden die verbliebenen Vermögenswerte auf die Gläubiger verteilt. Bei einem Sanierungsverfahren wird versucht, das Unternehmen mit einem Sanierungsplan wieder zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen.


Intrinsischer Wert

Der intrinsische Wert eines Unternehmens ist sein innerer Wert, häufig auch der „faire Wert“ genannt. Mit betriebswirtschaftlichen Methoden kann eine Bewertungsspanne für den intrinsischen Wert eines Unternehmens berechnet werden.


Investmentfonds

Ein Investmentfonds, kurz Fonds, ist eine Form der Geldanlage. In einem Fonds sind eine Reihe von Wertpapieren, beispielsweise Aktien, gebündelt, die Fondsmanager*innen verwalten. Anleger*innen können sich Anteile an dem Fonds kaufen und haben damit ein Recht auf die Erträge, wenn der Fonds Gewinne macht. Allerdings tragen sie auch das Risiko, wenn der Fonds Verluste macht.


IWF (Internationaler Währungsfonds)

Der IWF, der „Internationale Währungsfonds“ ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) und hat seinen Hauptsitz in Washington, D.C., USA. Aufgabe des IWF ist es, die Mitgliedsstaaten bei Zahlungsnot mit Krediten zu unterstützen, die internationale Geldpolitik zu überwachen und die Stabilität der Finanzmärkte zu stützen. Österreich ist Vollmitglied.

Kapitalmarkt

Der Kapitalmarkt ist ein Teilmarkt des Finanzmarktes, auf dem mit mittel- und langfristigen Finanzierungsinstrumenten gehandelt wird, während kurzfristige Gelder auf dem Geldmarkt gehandelt werden. Wichtiger Teil des Kapitalmarkts ist der Wertpapiermarkt, auf dem Aktien und Anleihen gehandelt werden.


Kaufkraft

Das Wort Kaufkraft hat zwei Bedeutungen. Zum einen meint es den Geldbetrag, den ein privater Haushalt oder eine Person nach Abzug aller Fixkosten monatlich oder jährlich zur Verfügung hat. Eine möglichst hohe Kaufkraft ist wichtig für die Wirtschaft, denn nur, wer Geld übrig hat, kann es auch ausgeben. Kaufkraft ist aber auch ein Maßstab für den Wert des Geldes: Sie gibt an, welche Menge an Gütern um einen bestimmten Betrag gekauft werden kann (siehe Verbraucherpreisindex).
 

Konkurs

Das Wort „Konkurs“ bezeichnet ein gerichtliches Verfahren für Unternehmen oder Privatpersonen, die zahlungsunfähig (insolvent) geworden sind. In dem Verfahren melden alle Gläubiger ihre Ansprüche an. Ziel des Konkursverfahrens ist es, das noch verbliebene Vermögen, also die Konkursmasse, angemessen auf die Gläubiger aufzuteilen.


Konsumentenschutz

Unter Konsumentenschutz versteht man alle Maßnahmen, die die Konsument*innen vor Schaden beim Einkauf wie etwa durch überteuerte Produkte und Dienstleistungen sowie vor Gefahren durch unsichere und gesundheitsschädliche Produkte bewahren sollen.


Konsumkredit

Ein Kredit für den Erwerb von Konsumgütern, auch als Privatkredit beziehungsweise Verbraucherkredit bezeichnet, trägt den Namen Konsumkredit.


Konto: Recht auf ein Girokonto

Seit dem Herbst 2016 gibt es in der ganzen EU das Recht auf ein eigenes Konto. Ohne Girokonto ist es fast unmöglich, am modernen Leben teilzuhaben. Das Konto braucht man, um Gehaltsüberweisungen zu bekommen und um Miete, Handyrechnung und-so-weiter zu bezahlen.


Kontokorrentkredit

Ein Kontokorrentkredit ist eine Form des Rahmenkredits, der über das Girokonto abgewickelt wird. Dafür vereinbaren Kund*innen und die Bank einen Kreditrahmen. Innerhalb dieses Rahmens können Kund*innen so oft wie nötig Geld abrufen und so oft wie möglich wieder zurückzahlen. Zinsen werden weitgehend nur vom geliehenen Betrag berechnet.


Kontoüberziehung

Kontoüberziehung ist das Hauptwort für „das Konto überziehen“. Von einem überzogenen Konto spricht man, wenn man mehr Geld abgehoben oder überwiesen hat, als man als Guthaben besitzt. Bei einer Kontoüberziehung kommt man ins "Minus" und muss für den geschuldeten Betrag Überziehungszinsen bezahlen, die üblicherweise höher als normale Kreditzinsen sind.


Kredit

Das lateinische Verb "credere" bedeutet vertrauen. Ein Kredit steht für den Vertrag zwischen jemandem, der sich Geld ausleihen will und jemandem, der dieses Geld verleiht. „Kredit“ bezeichnet aber auch das verliehene Kapital selbst. Und man kann sagen, dass eine Person Kredit hat, wenn man Vertrauen in ihre Zahlungsfähigkeit setzt.
 

Kreditfähigkeit

Unter „Kreditfähigkeit“ versteht man die Fähigkeit einer Person oder eines Unternehmens, einen Kredit samt der fälligen Zinsen aus künftigen Einnahmen oder aus einem bestehenden Vermögen zeitgerecht zurückzahlen zu können.


Kredithai

„Kredithai“ ist der umgangssprachliche Begriff für unseriöse Kreditgeber*innen oder Kreditvermittler*innen, die außerhalb des staatlich überwachten Finanzwesens auftreten. Häufig bekommt man zwar leicht und ohne Sicherheiten bei einem „Kredithai“ Kredit, dafür zahlt man aber meist extrem hohe Zinsen.


Kreditkarte

Eine Kreditkarte braucht man, um bargeldlos bezahlen zu können, sei es in Geschäften oder beim Internet-Shopping. Die Kreditkartengesellschaft überweist den fälligen Betrag an den / die Empfänger*in und verbucht ihn als monatliche Belastung auf dem Konto des / der Kreditkarteninhaber*in.


Kreditrestschuldversicherung

Mit einer Kreditrestschuldversicherung zahlt die Versicherung den noch offenen Kreditbetrag, wenn der Versicherungsfall eintritt. Der Versicherungsfall ist meist der Todesfall von Kreditnehmer*innen.

Laufzeit

„Laufzeit“ bezeichnet die Dauer, während der ein Vertrag gültig ist. Das kann ein Vertrag für einen Kredit, eine Versicherung oder einen Ansparplan sein. Am Ende der Laufzeit erlischt die Gültigkeit des Vertrags. Bei einem Kredit bedeutet das, dass er fällig ist, bei einem Bausparvertrag, dass man sich nun das Guthaben auszahlen lassen kann.


Leasing

Leasing bezeichnet eine Finanzierungsform, bei der unter anderem Immobilien oder Mobilien von einer Leasinggesellschaft dem Leasingnehmer gegen Zahlung von Leasingraten zur Verfügung gestellt werden.
 

Legitimation

Legitimation (oder auch Legitimierung) ist ein juristischer Fachausdruck für eine Berechtigung, die man nachweisen muss. Die eigene Identität weist man mit einem amtlich gültigen Ausweis nach. Banken sind gesetzlich verpflichtet, die Legitimation, ihrer Kund*innen – also deren Identität – zu prüfen.  


Leitzins

Ein Leitzins umfasst die Zinssätze, zu denen Zentralbanken den Kreditinstituten Zentralbankgeld zur Verfügung stellen.


Liegenschaft

Liegenschaften sind Grundstücke.


Liquidität

„Liquidität“ bezeichnet die Fähigkeit, die Kosten, die man hat, jederzeit bezahlen zu können. Als Privatperson beispielsweise die Kosten für Miete, Strom, Lebensmittel oder Bekleidung. Meist spricht man von Liquidität aber in Zusammenhang mit Unternehmen, deren verfügbare Finanzmittel höher sind als die Rechnungen, die fällig sind.


Lohnsteuer

Wer angestellt ist, bekommt ein Gehalt, das wie die meisten Einkünfte steuerpflichtig ist. Die Lohnsteuer ist ein gewisser Prozentsatz des Gehalts, der vom Arbeitgeber einbehalten und ans Finanzamt überwiesen wird. Sie ist auch eine monatliche Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer, die einmal im Jahr ermittelt wird.

Mahnung

Wer eine Rechnung nicht rechtzeitig bezahlt, bekommt eine Mahnung, auch Zahlungserinnerung genannt. Meistens werden dafür auch Mahnspesen, auch Mahngebühren genannt, verrechnet.


Marge

Eine Marge ist eine Gewinnspanne. Im Handel ist die Marge die Handelsspanne, die sich dadurch ergibt, dass der Einkaufspreis niedriger ist als der Verkaufspreis. Bei der Vergabe von Krediten ist die Marge die Spanne zwischen den Zinsen, die die Bank auf dem Geldmarkt für das Geld bezahlen muss und den höheren Zinsen, die sie den Kund*innen verrechnet.
 

Mitkreditnehmer (Mitschuldner)

Nehmen zwei oder mehr Personen einen Kredit auf, so gibt es einen / eine Hauptschuldner*in und einen / eine Mitschuldner*in. Das kann beispielsweise ein Ehepaar sein, das gemeinsam einen Kredit aufnimmt. Der / die Mitkreditnehmer*in, haftet für die Schuld genauso wie der / die Hauptschuldner*in. Im Gegensatz zu Bürg*innenhaben Mitkreditnehmer*innen aber einen Nutzen am ausbezahlten Kredit.


Mündelgeld

Unter Mündelgeld versteht man in Wertpapieren angelegtes Geld von Minderjährigen und besachwalteten Personen, denen ein / eine Erwachsenenvertreter*in zur Seite gestellt ist. Für die Veranlagung sind nur mündelsichere Finanzprodukte zulässig, Veranlagungen mit besonders niedrigem Risiko. Bei Minderjährigen ist das Mündelgeld bis zur Volljährigkeit gebunden.

Mündelsicher

Mündelsicher sind Wertpapiere, in denen Mündelgelder angelegt werden dürfen. Mündelsichere Wertpapiere zeichnen sich durch größtmögliche Sicherheit für Geldanlagen aus.

Nettozinsertrag

Nettozinsertrag ist ein Fachbegriff aus dem Bankwesen und bezeichnet die Differenz zwischen Zinsen, die eine Bank bekommen hat, und solchen Zinsen, die sie gezahlt hat. Zinserträge hat die Bank beispielsweise durch Kreditvergabe oder Guthaben bei anderen Kreditinstituten. Zinsen zahlt sie zum Beispiel für die Einlagen von Kund*innen und von anderen Banken. Der Nettozinsertrag ist ein Maßstab für den Erfolg einer Bank als Vermittlerin zwischen Angebot und Nachfrage nach Finanzierungsprodukten.

Nominalverzinsung

Die Nominalverzinsung bezeichnet den Zinssatz, der sich auf den Nennwert eines Guthabens oder einer Schuld bezieht. In der Nominalverzinsung sind jedoch weder Nebenkosten noch Effekte wie Zinseszinsen enthalten. Eine Verzinsung, in die alles eingerechnet ist, nennt man Effektivverzinsung.


Nominalwert

Der Nominalwert oder Nennwert ist der festgelegte Wert eines Zahlungsmittels oder einer Aktie.


Notar

Notare sind Jurist*innen, die im Auftrag des Staates sicherstellen, dass Urkunden, Testamente sowie Schenkungsverträge abgefasst und Verlassenschaften korrekt abgewickelt werden. Auch bei der Abwicklung anderer rechtlicher Angelegenheiten brauchen Private wie Unternehmen immer wieder einen Notar.

Ombudsmann

Ein Ombudsmann – oder eine Ombudsfrau – ist eine unparteiische Schiedsperson. Ombudsleute können vermitteln, wenn sich Bürger*innen von Ämtern und Behörden ungerecht behandelt fühlen.

P.A.

Die Abkürzung p.a. steht für das lateinische "per annum" und bedeutet "pro Jahr". Bei Zinssätzen zeigt "p.a." an, dass die Zinssätze pro Jahr verrechnet werden. Liegt der Zinssatz beispielsweise bei 3,5 % p.a., werden einmal im Jahr Zinsen in der Höhe von 3,5% der Gesamtsumme berechnet.
 

P.M.

Die Abkürzung p.m. steht für das lateinische "per mensem" und bedeutet "pro Monat". Bei Zinssätzen zeigt "p.m." an, dass der Zinssatz pro Monat verrechnet wird. Liegt der Zinssatz beispielsweise bei 3,5 % p.m., werden einmal im Monat Zinsen in der Höhe von 3,5 % der Gesamtsumme berechnet.

Pauschalrate

Die Pauschalrate ist Rückzahlungsrate, die über die gesamte Laufzeit eines Kredits gleich bleibt. Die Pauschalrate setzt sich aus der Kapitalrückzahlung und der Zinsenzahlung zusammen. Zu Beginn der Laufzeit ist der größere Anteil der Pauschalrate zur Rückzahlung der Zinsen bestimmt. Je mehr man schon abgezahlt hat, desto höher ist der Anteil an der Kapitalrückzahlung, da ja immer weniger Zinsen anfallen.


Performance

Wie sich der Wert eines Wertpapiers oder eines Portfolios entwickelt, kann man an seiner Performance ablesen. Die Performance wird üblicherweise in Prozent pro Jahr angegeben. In diesem Prozentsatz wird die Wiederveranlagung eventueller Ausschüttungen berücksichtigt:


Pfandleihe

Die Pfandleihe ist eine Form des Kreditgeschäfts, bei dem Vermögensgegenstände, beispielsweise wertvoller Schmuck, als Sicherheit für einen sehr kurzfristigen Kredit verpfändet werden. Wird der Kredit rechtzeitig zurückgezahlt, erhält man das verpfändete Gut zurück. Wird der Kredit jedoch nicht fristgerecht bedient, wird das Pfand versteigert.


Pin-Code

"Pin" ist die Abkürzung für "Persönliche Identifikationsnummer" und besteht aus mindestens vier Ziffern. Auch Geheimzahl genannt, funktioniert der Pin-Code ähnlich wie ein Passwort. Pin-Codes werden beispielsweise zum Schutz von Mobiltelefonen benutzt. Auch beim Online-Banking und am Bankomaten braucht man einen Pin-Code.


Pitch

Ein „Pitch“ ist eine Wettbewerbspräsentation. Dabei präsentieren eine Reihe von Agenturen aus der Kommunikationsbranche von Werbung über PR bis Internet ihre Vorschläge. Das Unternehmen kann nach dem Pitch jene Agentur auswählen, die die besten Ideen gebracht hat und von dem es sich die beste Betreuung erwartet.


Polizze

Eine Polizze ist eine Urkunde über eine Versicherung, die man abgeschlossen hat. In der Polizze sind alle vertraglichen Vereinbarungen enthalten. Eine Polizze muss man – wie jedes Dokument – sorgfältig aufheben.
 

Pönale

Eine Pönale ist eine Vertragsstrafe, die verhängt wird, wenn eine Vertragspartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht richtig erfüllt hat. Eine Pönale ist eine Form des Schadenersatzes, dessen deren Höhe meist schon im Vertrag festgelegt wird. Pönalien sind in verschiedensten Situationen üblich, beispielsweise wenn Lieferant*innen nicht rechtzeitig liefern, Schuldner*innen nicht pünktlich zahlen oder Arbeitnehmer*innen gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen.


Prämienrückstände

Unter „Prämienrückständen“ versteht man gemeinhin den Verzug bei der Bezahlung von Versicherungsprämien.


Prämiensparbuch

Bei einem Prämiensparbuch vereinbart man mit der Bank eine bestimmte Laufzeit, in der man ansparen und regelmäßig Beträge auf das Sparbuch einzahlen will. Hält man die festgelegte Laufzeit ein, zahlt die Bank am Ende zusätzlich zu den Zinsen eine Prämie.


Private Pensionsversicherung

Neben der Pension aus der gesetzlichen Sozialversicherung können Beschäftigte im Lauf ihres Arbeitslebens auch in eine private Pensionsversicherung einzahlen. Damit bekommen sie im Ruhestand dann eine Zusatzpension. Für private Pensionsversicherungen schießt der Staat eine Prämie zu.


Privatkredit

Einen Kredit, den eine Person oder ein Privathaushalt für private Zwecke aufnimmt, nennt man Privatkredit oder auch Konsument*innenkredit. In Österreich spricht man auch von Privatkredit, wenn eine Privatperson einer anderen Privatperson einen Kredit gibt. 


Produktivität

Produktivität ist eine wirtschaftswissenschaftliche Kennzahl. Vereinfacht gesprochen bezeichnet sie das Verhältnis zwischen dem Input, also das, was man zur Produktion aufwenden musste, und dem Output, also dem, was dabei herausgekommen ist. 

Quartal

Ein Quartal ist ein Vierteljahr, also ein Zeitraum von drei Monaten. Die vier Quartale des Jahres werden sehr häufig mit Q1 (Jänner, Februar, März), Q2 (April, Mai, Juni), Q3 (Juli, August, September) und Q4 (Oktober, November, Dezember) abgekürzt.

Rahmenkredit

Für einen Rahmenkredit vereinbaren Kund*innen und die Bank einen festgelegten Kreditrahmen. Innerhalb dieses Rahmens können Kund*innen das Geld einfach nach Bedarf abrufen und nach Möglichkeit wieder zurückzahlen. Zinsen werden tagesgenau für den abgerufenen Betrag verrechnet. Meist wird ein Rahmenkredit über das Girokonto abgewickelt.

Ratenkredit

Ein Ratenkredit ist ein Kredit, der in regelmäßigen immer gleich hohen Teilraten zurückbezahlt wird. Häufig dient der Ratenkredit zur Finanzierung von Konsumgütern wie etwa Autos oder Möbeln. Nicht nur Kreditinstitute vergeben Ratenkredite, sondern auch beispielsweise Versandhäuser.


Ratenreduzierung

Bei finanziellen Engpässen kann man sich möglicherweise die Raten für einen aufgenommenen Kredit nicht mehr leisten. Damit man weiterhin seinen Lebensunterhalt bestreiten und die Schulden zurückzahlen kann, kann man mit der Bank eine Ratenreduzierung vereinbaren. Dabei wird gewöhnlich die Laufzeit verlängert.


Rendite

In Prozenten ausgedrückter Ertrag des eingesetzten Kapitals, insbesondere von Wertpapieren.


Rentabilität

Verhältnis von Gewinn zum eingesetzten Kapital bei einer bestimmten Investition beziehungsweise für das gesamte Unternehmen. Je weniger Kapital notwendig ist, um einen bestimmten Gewinn zu erzielen, desto höher liegt die Rentabilität.


Risikostreuung (Diversifikation)

Von Risikostreuung oder Diversifikation wird bei Investitionen in Finanzprodukte gesprochen, wenn  Spar- oder  Vermögensbeträge nicht vollständig in eine Einzelanlage fließen, sondern auf unterschiedliche Anlageformen (z. B. Wertpapiergattungen wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds usw.) verteilt werden. So verringert sich das Risiko eines Verlustes des angelegten Geldes.

Selbstbedienung

Im Zusammenhang mit Banken bedeutet Selbstbedienung, dass insbesondere einfache Prozesse mit Automaten abgewickelt werden. Damit können Banken Personalkosten sparen und mehr Kapazitäten für persönliche Beratung frei machen. Selbstbedienungsgeräte sind beispielsweise Kontoauszugsdrucker, Bankomaten, Münzrollenwechsler und Überweisungsterminals.
 

SEPA-Lastschrift

SEPA ist die Abkürzung für „Single Euro Payments Area“, auf Deutsch: „Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum“ und meint die Vereinheitlichung von Überweisungen in Europa. Eine SEPA-Lastschrift ist eigentlich das Gleiche wie ein Einziehungsauftrag mit dem Unterschied, dass sie europaweit möglich ist.


Sicherheit von Geldanlagen

Ersparnisse auf einem Sparbuch sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro durch die Einlagensicherung absolut sicher. Allerdings können die Zinsen auf dem Sparbuch niedriger liegen als die Inflationsrate. Daher wird das Ersparte mit der Zeit weniger wert. Alternativ kann man in Wertpapiere wie Aktien, Fonds oder Anleihen investieren. Diese Investments bringen jedoch immer ein Risiko mit sich: Aktienkurse können fallen, Anleihen an Wert verlieren. Wie hoch das Risiko ist, hängt auch von der Anlagestrategie ab, die konservativ bis hoch spekulativ sein kann. Als Faustregel gilt: Steht die Sicherheit von Geldanlagen im Vordergrund, dann geht es eher um die Bewahrung von Vermögen als um hohe Zugewinne.
 

Sollzinsen

Sollzinsen sind Zinsen, die man für eine Schuld bezahlen muss. Man kann sie auch Kreditzinsen nennen. Das Gegenteil von Sollzinsen sind Habenzinsen.
 

Sozialversicherung

Zur Sozialversicherung in Österreich gehören die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung. In Österreich ist jeder Beschäftigte bei der Sozialversicherung pflichtversichert. Die nach Einkommen gestaffelten Beiträge werden vom Gehalt abgezogen.


Sparbuch

Ein Sparbuch ist eine Sparurkunde, auf die man seine Spareinlagen einzahlt. Die Vorlage des Sparbuches ist erforderlich, um über das Sparguthaben verfügen zu können.


Sparkonto

Ein Sparkonto ist ein bei einem Geldinstitut geführtes Konto, auf dem Geldeinlagen verbucht werden, die nicht Zwecken des Zahlungsverkehrs, sondern der Sparanlage dienen. Anders als bei Sparbüchern können von Sparkonten bargeldlose Zu- und Abbuchungen (Überweisungen) durchgeführt werden.


Spesen

Spesen sind die Zusammenstellung der Auslagen und Gebühren, die einer Bank bei der Ausführung eines Kundenauftrags entstehen.


Stagflation

Stagflation bezeichnet eine Inflation bei (stagnierender) Wirtschaftsentwicklung, meist mit wachsender Arbeitslosigkeit.


Stornoversicherung

Eine Stornoversicherung kann man zum Beispiel im Zuge einer Reisebuchung abschließen. Falls man die Reise nicht antreten kann, wird einem der Reisepreis ganz oder bis zur vereinbarten Summe ersetzt. In welchen Fällen und wie viel die Versicherung zahlt, ist Vertragssache.


Studienbeihilfe

Studienbeihilfe gibt es für alle Studierenden, deren Eltern über ein geringes Einkommen verfügen. Studienbeihilfe gibt es aber nur für die, die ihr Studium in der Mindestzeit plus einem Toleranzsemester durchziehen.


Stundung

Eine Stundung ist eine Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner, durch den  Fälligkeitszeitpunkt einer Forderung hinausgeschoben wird.


Subventionen

Subventionen sind finanzielle Unterstützungen, die der Staat an Unternehmen oder andere Organisationen zahlt. Subventionen sind ein Instrument der Wirtschaftspolitik, aber auch der Kulturpolitik.

TAN

TAN steht für Transaktionsnummer und ist ein Einmalpasswort, das die Unterschrift der Kund*innen beim elektronischen Zahlungsverkehr ersetzt. Ein TAN besteht üblicherweise aus Ziffern und kann nur einmal verwendet werden.


Tilgung

Die Rückzahlung einer Schuld zu einem bestimmten Termin und in einem bestimmten Rückzahlungsmodus (laufend oder zur Gänze am Ende) wird als Tilgung bezeichnet.


Todesfallsperre

Stirbt der / die Besitzer*in eines Sparbuchs oder eines Wertpapierdepots wird automatisch die so genannte Todesfallsperre ausgelöst. Das Guthaben kann damit erst für die Erb*innen freigegeben werden, wenn ein Freigabebeschluss des Gerichts vorliegt.

Überweisung

Eine Überweisung ist die bargeldlose Übertragung eines Geldbetrages von einem Konto auf ein anderes Konto durch Vermittlung eines Kreditinstitutes.


Überweisungsterminal

Ein Überweisungsterminal ist ein Automat, mit dem man Überweisungen auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bank durchführen kann. Häufig stehen solche Überweisungsterminals in den Selbstbedienungsfoyers der Banken.


Überziehung

Wenn das Minus auf dem Konto noch höher ist als der vereinbarte Überziehungsrahmen, dann spricht man von Überziehung.
 

Überziehungskredit

Hebt man vom Konto mehr Geld ab, als drauf ist, dann rutscht man ins Minus. Dieses Minus ist ein Überziehungskredit, den eine Bank ihren Kundinnen und Kunden als formlosen Kredit einräumt. Achtung: Die Zinsen für einen Überziehungskredit können recht hoch sein.

Überziehungsprovision, Überziehungszinssatz

Nimmt man mehr Geld vom Konto, als drauf ist, rutscht man ins Minus. Oder anders gesagt: Die Bank leiht einem vorübergehend Geld. Dafür verrechnen Kreditinstitute eine Überziehungsprovision, die nach dem Überziehungszinssatz berechnet werden. Überziehungszinssätze sind meist relativ hoch. In Österreich heißen Zinsen auf den vereinbarten Kreditrahmen Überziehungszinsen. In Deutschland spricht man erst dann von Überziehungszinsen, wenn das Konto über den Überziehungsrahmen hinaus belastet ist.

Überziehungsrahmen / Einkaufsrahmen

Man kann mit der Bank einen Kreditrahmen vereinbaren, auch Überziehungsrahmen genannt. Das bedeutet, dass man das Konto bis zu einem bestimmten Betrag überziehen und ins Minus rutschen darf. Achtung: Die Zinsen für den überzogenen Betrag sind normalerweise recht hoch. Wie hoch der Überziehungsrahmen ist, hängt unter anderem von der Höhe des Einkommens ab. Eine Bank kann ihren Kund*innen einen Überziehungsrahmen auch verwehren.
 

Ultimo

Wörtlich übersetzt bedeutet das lateinische Wort Ultimo "Letzter". Im Geld- und Börsenwesen meint "Ultimo" den letzten Tag im Monat oder den letzten Börsentag des Monats.


Umsatz

Der Umsatz ist die Summe aller Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf seiner Waren bzw. Dienstleistungen erwirtschaftet hat. Der Umsatz wird für einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise für einen Monat oder Jahr errechnet.


Unterschriftsprobe

Bei vielen Bankgeschäften muss eine verfügungs- oder zeichnungsberechtigte Person unterschreiben. Damit die Bank die Echtheit der Unterschrift sicherstellen kann, muss man eine Musterunterschrift, die Unterschriftsprobe, hinterlegen. Das geschieht meist im Rahmen der Legitimation.


Umschuldungskredit

Ein Umschuldungskredit ist ein Kredit, der eine andere Schuld, also einen anderen Kredit, tilgt und aus Sicht des / der Kreditnehmer*in in der Regel attraktivere Konditionen bietet, beispielsweise niedrigere Kreditzinsen.

Valuten

Mit Valuten ist ausländisches Bargeld gemeint. So ist eine Banknote in US-Dollar ebenso eine Valuta wie eine Rubel-Münze. Im Gegensatz zu Devisen sind mit Valuten immer Geldscheine und Münzen gemeint. Valuten kann man in Banken und Wechselstuben kaufen und verkaufen.

Valutenkurs / Geldkurs

Will man Bargeld in eine andere Währung umtauschen – beispielsweise Euro in US-Dollar –, bestimmt der Valutenkurs darüber, wie viel man in der Bank oder der Wechselstube bekommt. Dabei unterscheidet man zwischen Geldkurs und Briefkurs. Der Briefkurs gilt, wenn man eine Fremdwährung kaufen will und Euro dafür bezahlt. Der Geldkurs bestimmt, wie viele Euro man bekommt, wenn man eine Summe in einer ausländischen Währung verkauft. Der Geldkurs ist meist niedriger als der Briefkurs.

Variable Kosten

Jener Teil der Kosten einer Leistungserstellung, die von der Produktionsmenge abhängig sind und ausschließlich mit der Erstellung einer zusätzlichen Einheit zusammenhängen, vor allem Materialkosten sowie direkt zurechenbare Lohn- kosten, bezeichnet man als variabel.


Variabler Zinssatz

Ein variabler Zinssatz ist im Gegensatz zum Fixzins nicht festgelegt, sondern passt sich während der Kreditlaufzeit an die Marktbedingungen an. Meist orientiert sich ein variabler Zinssatz an einem Referenzzinssatz (z.B. Euribor), der für den europäischen Markt gilt. Das bedeutet, dass die Zinsen während der Laufzeit steigen, aber auch sinken können. Bei einem niedrigen Referenzzinssatz ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen weiter sinken, allerdings gering. Für die Bank birgt ein variabler Zinssatz weniger Risiko als die Zusicherung eines Fixzinses. Daher liegen variable Zinssätze meist unter den dem Zinssatz für einen Fixzinskredite.  


Venture Capital

Venture Capital ist eine Form des Risikokapitals, das in frühen Unternehmensentwicklungsphasen investiert wird, wobei der Venture Capitalist nicht nur Kapital zur Verfügung stellt, sondern das Unternehmen auch mit Managementleistung und wertvollen Kontakten unterstützt.


Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherindex ist ein Maßstab für die Inflationsentwicklung, dem ein alle zehn Jahre neu definierter Warenkorb zugrunde gelegt und dessen Wert monatlich berechnet und als Index publiziert wird.


Versicherung

Eine Versicherung ist im Allgemeinen jede Form der Übernahme fremder Risiken gegen Entgelt (Prämienzahlung).


Versicherungsprämie

Versicherungsprämien sind jene Beträge, die regelmäßig an die Versicherung eingezahlt werden müssen. Viele Versicherungen heben die Prämien monatlich ein, es gibt aber auch Versicherungen, deren Prämie einmal im Jahr fällig ist.
 

Verzinsung

Die Wörter Verzinsung und Zinsen bezeichnen in der Alltagssprache häufig dasselbe. Die Verzinsung bezeichnet die Kosten für geliehenes Geld. Legt man sein Geld beispielsweise auf ein Sparbuch, so ist das wie ein Kredit, den man der Bank gibt. Daher bekommt man für sein Erspartes eine Verzinsung.


Verzugszinsen

Bei Verzug der Leistung einer Zahlung zu leistende, vom Verzugsdatum bis zur Begleichung der Forderung berechnete Zinsen, nennt man Verzugszinsen.


Vollkasko

„Vollkasko“ ist die Kurzform für Vollkasko-Versicherung und bezeichnet eine Autoversicherung, bei der auch Schäden durch selbstverschuldete Unfälle versichert sind.


Vorschusszinsen

Zinsen für jenen Betrag eines zeitlich gebundenen Sparguthabens, der vor der Fälligkeit behoben wird, nennt man Vorschusszinsen. Sie werden vom Sparertrag abgezogen.


Vorstand

Oberste Entscheidungsträger*innen einer Aktiengesellschaft im operativen Geschäft, der für Strategie und die finanziellen Ergebnisse verantwortlich ist, ist der Vorstand.

Währung

Unter Währung versteht man die gesetzlich geregelte Geldeinheit eines Landes, die als Zahlungsmittel verwendet wird. Österreichs Währung ist der Euro. Die Währung bildet über die Währungsparität auch die Wertbeziehung zwischen Ländern ab. Die Währungsparität (oder auch Wechselkursparität) ist das Verhältnis zweier unterschiedlicher Währungen, das man am Devisenkurs ablesen kann. Es gibt harte und weiche Währungen. Als "harte Währung" bezeichnet man die Währung eines Landes, dessen Währung gegenüber anderen stabil oder steigend ist. Hartwährungen zeichnen sich typischerweise durch eine geringe Inflation aus. Eine „weiche Währung“ weist eine starke Tendenz zum Wertverlust im Vergleich zu Ländern mit einer harten Währung auf und häufig auch eine höhere Inflation.
 

Währungsabwertung

„Währungsabwertung“ bedeutet, dass der Preis für eine Währung auf dem Devisenmarkt sinkt. Der Preis sinkt, wenn die Währung auf dem Devisenmarkt weniger gekauft wird. Eine Währungsabwertung ist aber auch ein wirtschaftspolitisches Instrument, das gezielt eingesetzt werden kann, so dass beispielsweise Exporte billiger und Importe teurer werden.


Wechsel

Ein Wechsel ist eine Urkunde, die dem / der Begünstigten bescheinigt, dass der / die Aussteller*in einen bestimmten Betrag zu einem bestimmten Fälligkeitsdatum an ihn / sie zahlen muss. Somit ist ein Wechsel eine unbedingte Zahlungsanweisung. Um das Geld zu bekommen, muss der Wechsel vorgelegt werden. Wechsel gibt es seit dem Mittelalter, sind aber heute nicht mehr sehr verbreitet.   


Wechselkurs

Ein Wechselkurs ist der Preis einer ausländischen Währung in Einheiten der Heimatwährung (Preisnotierung) oder Preis der Heimatwährung in Einheiten der ausländischen Währung (Mengennotierung, die nach Einführung des Euro vorherrscht).


Wechselkursschwankungen

Von Wechselkursschwankungen spricht man, wenn sich der Wechselkurs von Währungen ändert. Für Kalkulationen in der Wirtschaft ist es wichtig, Wechselkursschwankungen zu bedenken. Die Auswirkungen können beträchtlich sein, wenn beispielsweise der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert gewinnt.


Wertpapierdepot

Ein Wertpapierdepot ist ein Konto für Wertpapiere wie beispielsweise Aktien, Anleihen und Fonds. Sämtliche Käufe, Verkäufe und Übertragungen werden über dieses Konto abgewickelt und dokumentiert. Wer Geld in Wertpapieren anlegen will, braucht daher ein Wertpapierdepot. Für das Wertpapierdepot fallen Gebühren an (Depotgebühren). Bei den meisten Banken können Kund*innen das eigene Wertpapierdepot über das Online-Banking online verwalten.


Wirtschaftswachstum

Wirtschaftswachstum heißt, dass die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft steigt. Üblicherweise wird diese Steigerung in Form einer prozentuellen Veränderung, dem BIP Wachstum gemessen. Das BIP, das Brutto-Inlands-Produkt – das ist der Marktwert aller von den Einwohner*innen erbrachten Wirtschaftsleistungen.


Wohnbeihilfe

Wohnbeihilfe ist eine staatliche Unterstützung zu den Wohnkosten, die bedürftige Bürger*innen beantragen können.    

Zahlschein / Erlagschein

Der Zahlschein, auch Erlagschein genannt, ist ein Vordruck, mit dem man in einer Bankfiliale Geld überweisen oder bar auf ein Konto einzahlen kann. Durch die starke Verbreitung von Online-Banking sind Zahlscheine heute wesentlich seltener als früher.

Zahlungserinnerung

Eine Zahlungserinnerung ist das Gleiche wie eine Mahnung: Wer eine Rechnung nicht rechtzeitig bezahlt, bekommt eine Zahlungserinnerung. Meistens werden dafür auch Mahnspesen, auch Mahngebühren genannt, verrechnet.
 

Zeichnungsberechtigung

Hat man ein Girokonto, kann man einer weiteren Person eine Zeichnungsberechtigung erteilen. Die zeichnungsberechtigte Person kann dann alle mit dem Zahlungsverkehr verbundenen Transaktionen durchführen, beispielsweise Geld überweisen oder abheben. Verantwortlich gegenüber der Bank bleibt die verfügungsberechtigte Person, deren alleiniges Recht auch alle Angelegenheiten abseits des Zahlungsverkehrs zu regeln. Darunter fällt beispielsweise, das Konto zu schließen oder eine Kreditkarte zu beantragen.


Zentralbank

Eine Zentralbank ist keine herkömmliche Bank, sondern eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates oder Währungsraumes zuständig ist. Sie bewahrt Währungsreserven auf, refinanziert Banken und Staat und bringt Banknoten in Umlauf, weswegen sie auch Notenbank genannt wird. In Österreich heißt die Zentralbank „Nationalbank“.


Zins(en)

Wer sich Geld ausleiht, also einen Kredit nimmt, zahlt dafür Zinsen, die bei Vertragsabschluss vereinbart werden. Auch wenn man sein Konto überzieht, werden Zinsen verrechnet, häufig in beträchtlicher Höhe. Man kann Zinsen aber auch bekommen: Für Kapital auf dem Sparbuch, beim Bausparen oder andere Anlageformen wie festverzinsliche Wertpapiere.


Zinssatz

Zinsen sind der Preis für einen Kredit. Wie hoch dieser Preis ist, wird mit dem Zinssatz
in Prozent angegeben. Beträgt der Kredit beispielsweise 1.000 Euro mit einem Zinssatz von 5 %, dann werden Zinsen von 50 Euro fällig. Meistens wird der Zinssatz ein Mal pro Jahr verrechnet. Das signalisiert die Abkürzung "p.a.". Es gibt aber auch Zinssätze, die pro Monat abgerechnet werden und mit der Abkürzung "p.m." gekennzeichnet sind.