Warum macht Geld glücklich?

Geld allein macht nicht glücklich. Bloß: Kein Geld zu haben, macht unglücklich.
Das zeigt nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Wissenschaft.

Macht Geld echt glücklich?

Das kennt wohl jeder: die Freude, wenn du endlich ein neues Smartphone bekommen hast. Oder dir eine schicke Hose gekauft hast. Oder du es beim Ausgehen mal so richtig krachen lassen konntest, weil dein Geldbörsel voll war.
Mit solchen Beispielen könnte man schon auf die Idee kommen, dass Geld (ausgeben) glücklich macht. Stimmt eh. Nur gibt es zwei große "Aber"

Sich glücklich kaufen, funktioniert voll. Allerdings - hier das erste "Aber" - nur für kurze Zeit.
Wenn wir zum Beispiel ein paar Schuhe kaufen, freuen wir uns darüber. Das Belohnungssystem im Gehirn wird sofort sensibilisiert und das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Wir fühlen uns besser. Leider hält dieser Zustand nicht lange an.

Manche Menschen kippen in dieses vorübergehende Glücksgefühl so hinein, dass sie kaufsüchtig werden. Die "Shopaholics" brauchen regelmäßig einen Kaufrausch, um so etwas wie Glück überhaupt spüren zu können.

 

Jeden Cent umdrehen zu müssen, macht kaum jemanden froh. Wer mehr Geld hat, hat mehr Möglichkeiten: eine gute Ausbildung finanzieren, sich eine Reise gönnen oder eine nötige Reparatur zahlen. Kleidung nach Geschmack und nicht nach Geldbörse kaufen. Essen, worauf man Appetit hat, nicht das, was im Supermarkt gerade billig ist. 

Es gibt aber eine Grenze. Mehr als 60.000 Euro Einkommen im Jahr bringen nichts fürs emotionale Wohlbefinden. Das haben die Glücksforscher Daniel Kahneman und Angus Deaton herausgefunden.

60.000 Euro im Jahr muss man erstmal verdienen
Zugegeben: 5000 Euro im Monat hat nicht jeder zur Verfügung. Das Durchschnittseinkommen liegt in Österreich deutlich drunter.Das heißt im Umkehrschluss, dass bei den meisten Menschen eine Gehaltserhöhung auch das Glücksgefühl steigert.

 

Links:

  • Hier findest du die Studie der Glücksforscher Daniel Kahneman, einem israelisch-US-amerikanischen Psychologen und Nobelpreisträger, und Angus Deaton, einem britischen Ökonomen.
  • Auf der Website des deutschen Glücksforschers Karlheinz Ruckriegel findest du viele Artikel zum Thema Glück.
  • Der deutsche Psychologe Kai Müller erklärt im Interview mit Medica, wie nicht-substanzgebundene Süchte, darunter die Kaufsucht, funktionieren.
  • In einem Interview mit der Wirtschaftswoche erklärt der deutsche Gehirnforscher Gerald Hüther, warum wir uns besser fühlen, wenn wir etwas kaufen.
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