FLiP - das Making-of

Mehr als ein Museum

Im FLiP steckt mehr als eine Ausstellung. Gemeinsam mit FLiP Experience bieten FLiP Library, FLiP Lab und FLiP Web eine Informationsplattform rund um die Themen Geld, Wirtschaft und Entrepreneurship.

FLiP Experience ist ein „Learning Trail“, der sich aus einzelnen Stationen zusammensetzt, die die BesucherInnen absolvieren.
Je nach Bedarf und Themensetzung kann die Abfolge der Stationen kombiniert werden. Ergänzt wird FLiP Experience durch die Sparbehelfssammlung.

vermittlungs​säulen

 

WissensvermittlerInnen Die WissensvermittlerInnen begleiten die Gruppe durch das FLiP. Als Motor des Geschehens ziehen sie den roten Faden durch die Abfolge der Stationen, aktivieren die dafür erforderlichen Elemente, erklären den Ablauf und fassen die Ergebnisse des „Learning Trails“ zusammen.
Wallet Als persönlicher Begleiter und Eingabeinstrument dient das Wallet, ein Tablet, mit dem sich die BesucherInnen an den Stationen beteiligen und Aufgaben lösen. Das Wallet stellt die Verbindung zum Inhalt, den VermittlerInnen und der Gruppe dar.
Stationen Das FLiP ist modular aufgebaut. Alle Stationen haben einen eigenen didaktischen und thematischen Schwerpunkt. Ausgangspunkt zu Beginn der Tour ist das Individuum, dessen Horizont sich im Laufe des Besuchs schrittweise erweitert und schlussendlich bei einer vernetzten, globalen Betrachtung endet.

module

SPARBEHELFSSAMMLUNG

Im Eingangsbereich wird eine Auswahl historischer Sparbehelfe aus der Sammlung der Erste Bank präsentiert.
In Kombination mit kurzen Texten zur Geschichte des Sparens und Zitaten berühmter Personen zum Thema Geld werden die BesucherInnen auf ansprechende Weise empfangen.

PROLOG

 

Die Tour durch das FLiP beginnt mit einer Einstimmung in das Thema Geld. Welche Rolle spielt Geld für die Gesellschaft und für den Einzelnen? Wieso ist es sinnvoll, sich mit Geld zu beschäftigen? Die BesucherInnen erhalten Wallets, speziell konfigurierte Tablets, die als Navigations- und Eingabegerät dienen. Bevor die Tour richtig startet, müssen auf den Wallets fünf Wissensfragen beantwortet werden.

 

konfigurator


In dieser Station ist die Aufgabenstellung je nach Zielgruppe unterschiedlich. Während sich die DetektivInnen Gedanken über die monatlichen Ausgaben der Erwachsenen machen, schlüpfen EntdeckerInnen und ExpertInnen in unterschiedliche Rollen. Es gilt, ein der Rolle entsprechendes, fiktives Budget auf die sieben wichtigsten Ausgabengruppen zu verteilen. Anhand von statistischen Daten wird im Anschluss ermittelt, wie realitätsnah die Budgetplanung der Gruppe war.

 

Reality check

In drei Kleingruppen stellen sich die BesucherInnen hier spielerisch den Herausforderungen, die im Umgang mit Geld auftauchen können. Auf den Wallets der SportlerInnen erscheinen Aufgaben, die mit Hilfe des Teams zu meistern sind. Werden die Fragen korrekt beantwortet, wird der Widerstand des Fitnessgeräts geringer. Die gewonnene finanzielle Unabhängigkeit wird für die SportlerInnen so körperlich erfahrbar. EntdeckerInnen und ExpertInnen beantworten im Reality Check nicht nur Fragen, sondern treffen auch eine finanzielle Entscheidung, deren Auswirkung Konsequenzen auf den Spielverlauf hat.

 

tresor


In einem ehemaligen Kundentresor werden die BesucherInnen mit der Frage nach dem Wert eines Objektes konfrontiert. In Kleingruppen erkunden sie die Schließfächer bei einem virtuellen Kartenspiel. Je nach Preis, Nutzen und emotionaler Bindung müssen die BesucherInnen den Wert unterschiedlichster Gegenständen bestimmen. Schnell wird klar, dass es sich bei Preis und Wert nicht um das Gleiche handelt und Gegenstände unterschiedliche Werte haben können.

 

Meinungsforum

Das Meinungsforum zeigt, wie wichtig es ist, sich in finanziellen und wirtschaftlichen Fragen eine umfassende Meinung zu bilden. Zu Beginn wird die Gruppe mit einer vermeintlich einfachen Entscheidungsfrage konfrontiert. Im Anschluss wird zu dem Thema eine Straßenumfrage gezeigt und eine Expertin oder ein Experte beleuchtet die Frage von allen Seiten. Die BesucherInnen können die Diskussion fortführen, indem sie sich ihre eigene Meinung bilden und sie argumentativ vertreten. Hier geht es nicht um richtig oder falsch, sondern darum, aufzuzeigen, wie wichtig es ist, Informationen einzuholen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

 

Getting global

Auf einem Globus aus Monitoren entwickelt sich die Geschichte eines Alltagsprodukts um den Erdball. Die Gruppe umrundet den Globus und verfolgt globale Zusammenhänge, Abhängigkeiten und ökonomische Einflussfaktoren. Die BesucherInnen erkennen, dass ihre Handlungen und Entscheidungen in einer globalisierten Welt Konsequenzen für Menschen in anderen Erdteilen haben. Kurze Filmsequenzen schildern zu Beginn die Zusammenhänge, die durch eine Entscheidungsfrage von den BesucherInnen aktiv beeinflusst werden können. Welche Auswirkungen die individuelle Entscheidung der Gruppe auf sechs Menschen rund um den Globus hat, wird bei der zweiten Runde um die Welt deutlich.

Wrap up

Der Wrap Up am Ende der Tour bietet Raum, um offen gebliebene Fragen zu diskutieren. Die VermittlerInnen fassen die Inhalte zusammen, interpretieren die Ergebnisse und moderieren den gemeinschaftlichen Austausch. Zudem haben die BesucherInnen hier die Möglichkeit, die fünf eingangs gestellten Wissensfragen erneut zu beantworten. Auf Basis ihrer Ergebnisse werden sie in Geldtypen eingeteilt. Ein Anstoß, um auch nach dem Besuch des FLiP über das eigene Finanzverhalten nachzudenken.

 

wissensspeicher

Der Wissensspeicher ist das inhaltliche Rückgrat des FLiP: Hier können die im Verlauf der Tour angeschnittenen Themen vertieft und entdeckt werden. Sowohl die Exponate als auch die Grafikdots des Wissensspeichers können mit dem Wallet gescannt und ausgelesen werden. Allerdings ist der Zusammenhang nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar. Hier muss einmal um die Ecke gedacht werden. Mit Texten, Animationen und Bildern werden Inhalte aus den Bereichen Personal Finance, ökonomische Grundlagen und Aufgaben einer Bank zielgruppengerecht vermittelt.

 

Die FLiP Library ist ein Ort, der zum Verweilen und Austausch einlädt.
Publikationen zu den Themen Wirtschaft, Banken, Geld, Globalisierung und Entrepreneurship können hier ausgiebig studiert oder kurz überflogen werden. Neben Bücher und Zeitschriften aus den Beständen der ERSTE Stiftungs-Bibliothek finden sich hier auch historische Plakate aus der Sammlung der Erste Bank. Unter dem Titel „Reden wir über’s Geld“ finden hier verschiedene Veranstaltungen wie z.B. Kamingesprächen mit Experten statt.

Das FLiP Lab bietet Platz für Workshops, Seminare, Vorträge und Fortbildungen für LehrerInnen.
Auch die im Rahmen von Starte dein Projekt angebotenen Workshops „Entrepreneurial Design Thinking“ und „Project Playground“ werden hier abgehalten. Während bei „Entrepreneurial Design Thinking“ die Entwicklung eines Geschäftsmodells im Zentrum steht, werden bei „Project Playground“ die Grundlagen des Projektmanagements vermittelt. Der Raum, der über eine multifunktionale Schrankwand mit integrierter Teeküche verfügt, ist je nach Bedarf und Veranstaltung flexibel zu gestalten.

Die Erlebniswelt des FLiP wird auch online umgesetzt werden.
FLiP Web, eine digitale Kommunikations- und Informationsplattform, umfasst neben Teilen der FLiP Experience auch zahlreiche Artikel für Jugendliche, die Antworten auf Fragen wie „Warum wird alles teurer?“, „Wie werde ich reich?“ oder „Soll ich mein Konto überziehen?“ liefern. Für PädagogInnen steht eine große Auswahl an Unterrichtsmaterial zum Download zur Verfügung.